# Dialysefahrten in Berlin: was Patienten wissen sollten

> Quelle: https://mobil-in-berlin.de/dialysefahrten-berlin/
> Aktualisiert: 2026-08-23T14:10:32+00:00

Dialyse ist keine Behandlung, die man einmal hinter sich bringt. Sie ist ein Rhythmus: dreimal pro Woche, vier bis fünf Stunden, oft über Jahre. Der Weg dorthin und zurück gehört zu diesem Rhythmus dazu, und er entscheidet mit darüber, wie erträglich die Behandlung ist. Was Patientinnen und Patienten dazu wissen sollten.

## Die Kasse zahlt, und zwar ohne Antrag

Fahrten zur Dialyse gehören zu den Fahrten, bei denen die Krankenkasse regelmäßig zahlt. Sie zählen zu den sogenannten hochfrequenten Behandlungen über einen längeren Zeitraum, und dafür gilt die Genehmigung als erteilt. Ein gesonderter Antrag ist nicht nötig.

Gebraucht wird trotzdem die ärztliche Verordnung auf dem Formular Muster 4, ausgestellt in der Regel vom Dialysezentrum. Sie wird meist als Dauerverordnung für einen längeren Zeitraum ausgestellt, sodass nicht vor jeder Fahrt ein neues Papier nötig ist. Was darauf stehen muss, steht im Beitrag [Verordnung auf Muster 4](/verordnung-muster-4/).

Es bleibt die gesetzliche Zuzahlung von zehn Prozent, mindestens fünf und höchstens zehn Euro je Fahrt. Bei drei Behandlungen pro Woche kommt da einiges zusammen, weshalb sich der Blick auf die jährliche Belastungsgrenze und eine mögliche Befreiung besonders lohnt. Wer befreit ist, legt den Ausweis vor, dann entfällt die Zuzahlung.

## Warum die Rückfahrt das eigentliche Thema ist

Die Hinfahrt ist planbar. Die Behandlung beginnt zur vereinbarten Zeit, der Weg dorthin lässt sich rechnen. Die Rückfahrt ist es nicht immer: Eine Dialyse kann länger dauern, es kann zu Kreislaufproblemen kommen, das Abschließen braucht Zeit.

Genau hier trennt sich ein guter Fahrdienst von einem, der nur Termine abarbeitet. Nach vier Stunden an der Maschine ist niemand in der Verfassung, in einem kalten Auto oder im Wartebereich zu sitzen und zu hoffen, dass gleich jemand kommt. Kreislauf und Kräfte sind nach der Behandlung häufig am Tiefpunkt.

Wir planen Dialysefahrten deshalb mit Puffer statt sie auf die Minute in eine Tour zu quetschen, und wir stimmen die tatsächlichen Endzeiten mit dem Zentrum ab statt uns auf den Plan zu verlassen. Das kostet uns Kapazität. Es ist aber der Unterschied zwischen einer Fahrt und einer Versorgung.

## Dieselben Gesichter

Wer dreimal pro Woche gefahren wird, sitzt im Jahr rund 150 Mal in demselben Fahrzeug. Wir setzen dafür feste Fahrerinnen und Fahrer ein. Das klingt nach einer Kleinigkeit und ist keine: Wer die Person kennt, muss nicht jedes Mal erklären, dass der Rollstuhl links greift, dass es nach der Behandlung langsamer gehen muss, dass ein Arm nicht belastet werden darf.

Der Shunt am Arm ist dabei ein eigenes Thema. Er darf beim Ein- und Aussteigen und beim Anlegen des Gurtes nicht gedrückt oder belastet werden. Unsere Fahrerinnen und Fahrer wissen das, und sie fragen im Zweifel nach, statt zuzugreifen.

## Was Sie bei der ersten Anfrage sagen sollten

- An welchen Tagen und zu welcher Uhrzeit die Behandlung beginnt
- In welchem Zentrum, mit Adresse
- Wie Sie fahren: im eigenen Rollstuhl, mit Rollator, gehfähig mit Begleitung
- Ob es Stufen im Haus gibt und wie viele
- Ob eine Begleitperson mitfährt
- Ob eine Zuzahlungsbefreiung vorliegt

Mehr müssen Sie nicht vorbereiten. Alles Weitere klären wir mit dem Zentrum und Ihrer Kasse.

## Wenn sich etwas ändert

Dialysepläne verschieben sich, Zentren ändern Schichten, manchmal wechselt jemand von der Nachmittags- in die Vormittagsschicht. Sagen Sie uns das früh, dann bauen wir die Tour um. Eine Änderung, die eine Woche vorher bekannt ist, kostet nichts. Eine, die am Morgen kommt, bringt eine ganze Tour durcheinander, weil andere Fahrgäste an derselben Route hängen.

## Auch außerhalb Berlins

Manche Patientinnen und Patienten fahren in ein Zentrum im Umland, etwa weil dort ein Platz frei war oder weil die Schicht besser passt. Wir fahren auch nach Potsdam, Falkensee, Hennigsdorf oder Bernau. Ebenso zur Feriendialyse, wenn der Urlaubsort in Reichweite liegt.

Mehr zu Behandlungsfahrten allgemein steht auf [Arzt-, Dialyse- und Rehafahrten](/leistungen/arztfahrten/). Wenn Sie eine feste Dialysetour brauchen: [Fahrt anfragen](/fahrt-anfragen/) oder [0172 7575015](tel:+491727575015).

## Weiterlesen bei anderen Stellen

Diese Stellen arbeiten unabhängig von uns. Bei Zweifeln gilt deren Auskunft, nicht unsere Zusammenfassung.

- [Krankentransport-Richtlinie des G-BA](https://www.g-ba.de/richtlinien/25/), Regelungen zu hochfrequenten Behandlungen
- [Pflegestützpunkte Berlin](https://www.berlin.de/pflege/pflegestuetzpunkte/), kostenlose Beratung in jedem Bezirk

*Stand: August 2026. Zu Kostenübernahme und Zuzahlung ist die Auskunft Ihrer Krankenkasse verbindlich.*
