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Rollstuhl im Fahrzeug sichern: was ein Rückhaltesystem leisten muss

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Wer im eigenen Rollstuhl mitfährt, sitzt in einem Fahrzeug, das für Autositze konstruiert wurde. Damit das sicher ist, braucht es zwei Dinge, die oft verwechselt werden: eine Sicherung des Rollstuhls und eine Sicherung der Person. Beides zusammen ergibt ein Rückhaltesystem. Dieser Beitrag erklärt, was dahintersteckt und warum wir vor jeder Abfahrt prüfen.

Warum ein gesicherter Rollstuhl allein nicht genügt

Wird nur der Rollstuhl am Fahrzeugboden verzurrt, bleibt bei einer Vollbremsung der Stuhl an Ort und Stelle, die Person darin jedoch nicht. Genau deshalb gibt es zusätzlich einen Personengurt, der wie ein Dreipunktgurt am Fahrzeug verankert ist, nicht am Rollstuhl.

Umgekehrt gilt dasselbe: Ein angegurteter Mensch in einem ungesicherten Rollstuhl ist nicht geschützt, weil sich der Stuhl mitsamt Insassen bewegt. Die beiden Systeme ergänzen sich, keines ersetzt das andere.

Wie die Sicherung abläuft

Der Rollstuhl wird in Fahrtrichtung positioniert und mit vier Gurten am Fahrzeugboden verzurrt, zwei vorn und zwei hinten, jeweils diagonal nach außen. Die Gurte greifen an tragenden Teilen des Rahmens an, nicht an Rädern, Fußstützen, Armlehnen oder abnehmbaren Teilen. Anschließend wird der Personengurt angelegt: Beckengurt tief über das Becken, nicht über den Bauch, dazu der Schultergurt.

Das dauert ein paar Minuten. Diese Minuten sind eingeplant, sie fehlen nicht am Ende der Fahrt.

Elektrorollstühle brauchen mehr Aufmerksamkeit

Ein Elektrorollstuhl wiegt schnell das Vier- bis Fünffache eines Faltrollstuhls. Bei einer Bremsung wirken entsprechend höhere Kräfte, und die Verzurrpunkte müssen dafür ausgelegt sein. Nicht jedes Modell hat gekennzeichnete Punkte, dann suchen wir gemeinsam die tragenden Stellen am Rahmen.

Deshalb fragen wir bei der Anfrage, mit welchem Hilfsmittel Sie fahren. Es geht nicht um Bürokratie, sondern darum, dass wir das passende Fahrzeug schicken und genug Zeit einplanen.

Was Sie selbst prüfen können

  • Sitzt der Beckengurt tief am Becken und nicht über dem Bauch?
  • Sind die Gurte straff, ohne einzuschneiden?
  • Greifen die Zurrgurte am Rahmen und nicht an Rädern oder Fußstützen?
  • Ist die Rollstuhlbremse angezogen?
  • Sind lose Gegenstände verstaut, Sauerstoffflasche oder Tasche gesichert?

Wenn Ihnen etwas komisch vorkommt, sagen Sie es. Unsere Fahrerinnen und Fahrer sind darauf geschult und nehmen den Hinweis ernst, statt sich übergangen zu fühlen.

Was Einrichtungen dazu wissen sollten

Werkstätten, Schulen und Pflegeeinrichtungen fragen zu Recht danach, wie ein Fahrdienst sichert und welche Systeme im Einsatz sind. Wir legen das offen, mitsamt Angaben zu Fahrzeugen, Qualifikation der Fahrerinnen und Fahrer und Versicherungsdeckung. Das steht auf unserer Seite Für Einrichtungen.

Mehr dazu, wie eine Fahrt im eigenen Rollstuhl abläuft, steht auf Rollstuhltransport. Wenn Sie eine Fahrt planen: Fahrt anfragen oder 0172 7575015.

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Diese Stellen arbeiten unabhängig von uns. Bei Zweifeln gilt deren Auskunft, nicht unsere Zusammenfassung.