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Werkstattfahrten Berlin

Der Weg zur Werkstatt ist kein gewöhnlicher Arbeitsweg. Er beginnt für viele Beschäftigte früh, er muss jeden Werktag klappen, und wenn er nicht klappt, fehlt jemand am Arbeitsplatz und die Tagesstruktur gerät durcheinander. Genau deshalb behandeln wir Werkstattfahrten als das, was sie sind: eine Zusage, die täglich eingelöst wird.

Feste Touren, feste Gesichter

Wir fahren Sammeltouren mit festen Fahrerinnen und Fahrern. Wer morgens dieselbe Person begrüßt, steigt ruhiger ein. Für Menschen im Autismus-Spektrum und für alle, denen Veränderung schwerfällt, ist das kein Komfort, sondern die Voraussetzung dafür, dass die Fahrt überhaupt gelingt.

Besonderheiten notieren wir einmal und halten uns dann daran: der Platz vorn rechts, kein Radio, erst anschnallen und dann losfahren, die Begleitperson an der Haustür. Solche Dinge stehen bei uns in der Tourenakte, nicht im Gedächtnis eines Einzelnen.

Wenn jemand ausfällt

Krankheit und Urlaub gibt es bei uns wie überall. Der Unterschied liegt darin, ob ein Ersatz bereitsteht. Wir planen Vertretung ein und informieren die Einrichtung, bevor der Bus nicht kommt. Eine Verspätung, die angekündigt ist, lässt sich auffangen. Eine, die niemand meldet, kostet den ganzen Vormittag.

Abrechnung über die Eingliederungshilfe

Fahrten zur Werkstatt und zur Tagesförderstätte gehören in Berlin zur Eingliederungshilfe. Anders als bei Krankenfahrten gibt es dafür keine Rahmenverträge, die Vereinbarung läuft direkt zwischen Fahrdienst und Nutzerin oder Nutzer, die Kosten übernimmt der zuständige Teilhabefachdienst.

Für Angehörige heißt das vor allem eins: Sie können den Fahrdienst wählen. Wir helfen beim Antrag und stimmen uns mit der Werkstatt und dem Kostenträger ab. Wie das im Einzelnen läuft, steht im Ratgeber zur Kostenübernahme.